Quartiersförderung im Chemnitzer Heckert-Gebiet muss erhalten bleiben

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Heckert

Im Juni stellte ich eine Stadtratsanfrage zur zukünftigen Quartiersförderung im Chemnitzer Süden. Die Antwort der Stadtverwaltung (RA-255/2016) brachte nun endlich ein wenig Klarheit für die Bewohnerinnen und Bewohner im Heckert-Gebiet.

Insgesamt ist geplant für die soziale Stadtentwicklung im Chemnitzer Süden bis 2020 etwa 900.000 Euro zu investieren. Darunter finden sich Pläne für ein Familienzentrum sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zur Stärkung der Umweltbildung und Medienkompetenz.

Darüber hinaus sollen etwa 65.000 Euro jährlich für die Arbeit der Quartiersmanagements in den Stadtgebieten zur Verfügung gestellt werden. Diese sind seit Jahren Schnittstelle zwischen der Verwaltung und Bürgern im Stadtgebiet und Ansprechpartner für Anwohnerinnen und Anwohner. Für die etwa 37.000 Bewohner des Heckert-Gebietes gibt es derzeit an zwei Standorten in Kappel/Helbersdorf und Morgenleite/Markersdorf/Hutholz je ein Quartiersmanagement.

Als Sprecher des Bürgernetzwerks Chemnitz Süd bedaure ich, dass die nun vorgesehenen Mittel den Erhalt dieser Strukturen nicht vollständig absichern.

Vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels, dem Zuzug vieler junger Familien und der Vielzahl der Aufgaben im Wohngebiet ist der Erhalt zweier Standorte unerlässlich. Meines Erachtens steht der Chemnitzer Süden auch für eine kluge Stadtentwicklung. Denn das Wohngebiet drohte bis Ende der Neunziger Jahre noch auszusterben und ist heute wieder zu einem gefragten und attraktiven Wohngebiet geworden.

Wir sind aber noch längst nicht über den Berg. Es muss alles versucht werden um die erfolgreichen und etablierten Strukturen für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten.

Eine Hoffnung besteht, da noch nicht alle Anträge aus sächsischen Städten und Gemeinden von der Sächsischen Aufbaubank beschieden wurden. Laut Antwortschreiben stellt die Stadtverwaltung daher weitere 175.000 Euro in Aussicht. Aus meiner Sicht sollten diese vorrangig für den Erhalt der bewährten Arbeit des Quartiersmanagements genutzt werden.

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