Ein Haus der Fantasie

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Bücher eröffnen uns die Welt – versetzen uns auf die höchsten Berge, in die entferntesten Galaxien, in längst vergangene Zeiten, in fremde Charaktere. Was war, was ist, was sein könnte – wer liest, kann es erfahren, kann in der Fantasie weiter und öfter verreisen, als es ein Mensch in seinem Leben je könnte. Als Kind der DDR war die Welt der Bücher eine Zuflucht für mich. In der Bibliothek entdeckte ich Woche um Woche die Erde, ohne, dass Grenzen mich daran hindern konnten.

Und heute? Als Vater bleibe ich dabei: Die Freude am Lesen ist auch in Zeiten, in denen unsere Kinder mit den Möglichkeiten und Verheißungen des Internets groß werden, eines der größten Geschenke, dass wir weitergeben können. Die amerikanische Schauspielerin Helen Hayes sagte einmal: „Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.“ Natürlich ist unsere Stadtbibliothek nicht aus der Zeit gefallen – neben Büchern kann man im Tietz, in den Stadtteilbibliotheken und im Bücherbus auch digitale Medien ausleihen, wie CDs, DVDs, oder Spiele. Und auch deswegen ist sie nicht nur ein Ort für die ältere Generation, sondern gleichermaßen für jüngere Menschen.

Bibliotheken sind Orte der Unterhaltung, der Bildung, sind Sehnsuchtsorte und auch Orte der Begegnung. Diese Dinge kommen nicht aus der Mode – sie sind heute genauso wichtig, wie vor 150 Jahren, als unsere Stadtbibliothek gegründet wurde. Zum Jubiläum sage ich: Alles Gute und vor allem Danke für die Erinnerungen!  

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