Wie in San Francisco

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Irgendwas scheinen die in Kalifornien richtig zu machen: Google, Apple, IBM usw. usw. Die dicken Fische in der Technologie-Branche kommen alle aus der selben Ecke. Und die kreative Energie kommt nicht nur vom üppigen Sonnenschein. Von den USA kann man sich in Sachen Start-Up-Förderung sicher noch einiges abgucken. Was genau, das haben Detlef Müller und ich mir heute von Frank Theeg erklären lassen, der versucht neue Förderkonzepte in Chemnitz zu etablieren.

Unter dem Namen Q-HUB sollen auf der Beckerstraße Unternehmensgründer und erfolgreiche Geschäftsleute als deren Mentoren zusammen kommen. Mehr Austausch wünscht sich Frank Theeg, es sollen nicht immer alle ihr eigenes Süppchen kochen. Man kann ja voneinander lernen. Und schneller muss es gehen. Wenn einer eine Idee hat, soll er mal machen und nicht erst Anträge stellen und Prototypen bauen. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Sich ausprobieren, an Grenzen stoßen, Produkte verbessern. Man kann auch mal scheitern.

Mehr Mut wünsche ich mir auch. So ein Ort, so ein Konzept kann uns nur bereichern. Wir werden sehen, wie wir den Q-HUB unterstützen können. Ganz altmodisch mit staatlichem Fördergeld oder so. Nur das mit der Sonne – da können wir leider nichts tun.

 

1. Mai Nazifrei

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Keinen Platz für die Neonazis der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ ließen rund 4.000 Chemnitzerinnen und Chemnitzer am 1. Mai. Mit zahlreichen Aktionen stellten sie sich an unterschiedlichen Stellen gegen die fremdenfeindliche Ideologie, gegen Ausgrenzung und Hass. Ein starkes Zeichen für unsere Demokratie.

Bunt und friedlich war der Protest. So mag ich meine Stadt: Couragiert in der Sache, kreativ (und gerne auch mal frech) in der Form, herzlich zu den Menschen. Uns spaltet keiner! Da macht das Demonstrieren Spaß. Ein echter Feiertag eben.

Vielen Dank an alle, die dabei waren, die für den reibungslosen Ablauf Sorge getragen haben und natürlich an alle, die diesen 1. Mai vorbereitet haben!

Schülerpraktikant Robin Liebert berichtet

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Mein Name ist Robin Liebert und ich gehe in die 9. Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums in Chemnitz. In dieser Klassenstufe absolvieren alle Schüler meiner Schule einen Praxistag bei einem Unternehmen, um einen kurzen Eindruck für das zweiwöchige Praktikum in Klasse 10 zu bekommen. Ich durfte allerdings an meinen ersten Praxistag, welchen ich im Chemnitzer Bürgerbüro von Jörg Vieweg verbrachte, noch einen zweiten dranhängen. Dieser zweite Praxistag fand am 25. Apr. 2018 im Sächsischen Landtag statt und begann um 7.50 Uhr morgens mit der Zugfahrt nach Dresden. Dort angekommen wurde ich zunächst kurz durch das 1994 erbaute Gebäude des Landtages geführt. An diesem Tag fand gerade die monatliche Plenarsitzung statt, so dass ich gleich einen sehr guten Eindruck von den Ereignissen im Landtag und dem Prozess der Gesetzgebung bekam. Täglich besuchen mehrere Schulklassen das Landtagsgebäude und dürfen dabei auch die Abgeordneten befragen. Zwei solcher Befragungen wohnte ich bei und war durchaus überrascht, wie viele andere Jugendliche meines Alters ebenfalls ein nicht unerhebliches Interesse an Politik zeigten. Nach der Mittagspause wohnte ich dann auch den ersten Abstimmungen des Tages bei, bei denen es um Änderungen des Kommunalinvestitionsförderungsumsetzungsgesetzes (Zitat der Grünen: „Ein Wortungetüm wie es sich nur die CDU ausdenken kann“) und die Ausführung des Bundesemissionsschutz- und Benzinbleigesetzes (selbst für den Landtagspräsidenten schwere verbale Kost) ging. Zum Abschluss debattierten die Abgeordneten über Förderung und Zukunft der Leichtmetall-Industrie in Sachsen, dann ging es für mich um 16 Uhr wieder zurück nach Chemnitz. Für die Abgeordneten sollte der Tag im Plenum hingegen erst 22 Uhr enden.

Ich fand, dies war ein sehr interessanter und aufschlussreicher Tag im Sächsischen „hohen Haus“. Der Umgang miteinander ist abseits der politischen Debatte viel freundlicher als erwartet gewesen und ich kann nur jedem, ob er sich nun für Politik begeistert oder nicht, einen Besuch im Sächsischen Landtag empfehlen.

Muss das sein?

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+++ Chemnitzer Morgenpost und tag24 berichten: Marx oder Murks? Live-Debatte im Landtag! +++

Die Linken thematisieren am 26.04.2018 im sächsischen Landtag Karl Marx und schlagen anlässlich seines 200jährigen Geburtstages einen Bogen zu den eigenen politischen Zielen und Anträgen. Ich sehe das kritisch.

Die Linken betreiben mit ihren Chemnitzer Abgeordneten wieder einmal ganz klar Karl-Marx-Stadt (N)ostalgie: Für alles muss der arme Marx herhalten. Mich würde darum interessieren, wer von diesen Marx-Fans sein Werk tatsächlich auch gelesen hat.

Da es nicht um Inhalte geht, geht es offenbar um Folklore und Kitsch. Das war in der DDR nicht anders und schon damals nicht glaubwürdig. Ich finde eine solche Erinnerungskultur darum künstlich, aufgesetzt und eben nicht authentisch.

Darüber hinaus finde ich es schade, dass die Linken mit dieser (N)ostalgie vergessen, dass es auch Opfer der SED-Diktatur gibt. All diese Menschen, die unter der SED-Diktatur gelitten haben, finden diese Form der Erinnerungskultur sehr befremdlich. Hier fehlt den Kollegen leider das Fingerspitzengefühl.

Die Debatte im Livestream oder zum später angucken gibt es unter: https://www.landtag.sachsen.de/de/aktuelles/liveuebertragung/uebertragung.cshtml

5 Millionen Euro für sportlichen Höhepunkt im Erzgebirge

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Langläufer bei den Landesjugendspielen 2018 in Oberwiesenthal ©Stefan Friedrich

+++ 5 Millionen für Junioren-WM Ski Nordisch mit Signalwirkung für Nachwuchssport +++ wichtig für Fortbestand des Olympiastützpunktes +++

Das sächsische Kabinett hat Fördergelder in Höhe von 5 Millionen Euro beschlossen, um die Junioren-WM Ski Nordisch in Oberwiesenthal zu unterstützen.

Ich finde, Sachsen ist Wintersportland. Ein Großereignis, wie die Junioren-WM Ski Nordisch 2020 ist ein Aushängeschild für die sächsischen Wintersportregionen und den gesamten Freistaat. Die dafür zur Verfügung stehenden fünf Millionen Euro sind gut investiert und haben eine Signalwirkung für den Nachwuchssport. Es ist gut, dass die Entscheidung hier einmal zügig nach der Ankündigung des Ministerpräsidenten erfolgt ist. Für die Zukunft wünsche ich mir allerdings, dass es eine Gesamtstrategie zur Förderung vergleichbarer Großsportereignisse gibt. Das sorgt für Planungssicherheit und Klarheit in den Regionen. Die SPD-Fraktion hat dabei immer alle drei Wintersportstandorte Altenberg, Klingenthal und Oberwiesenthal und somit den gesamten Spitzensport-Standort im Blick.

Meine Abgeordnetenkollegin aus dem Erzgebirge, Simone Lang, meint dazu: „Die Entscheidung ist gut fürs Erzgebirge. Ich setze mich schon lange für Investitionen in die Wintersportstandorte ein – zum Beispiel für ein Schneedepot, für das im Sommer ein Gutachten 2018 vorgestellt wird oder für Liftanlagen. Zudem ist die Förderung der Junior-WM für den Fortbestand des Olympiastandpunktes und die Nachwuchsförderung sehr gut angelegtes Geld. Im Erzgebirge können wir diesem sportlichen Höhepunkt nun noch freudiger entgegenfiebern. Es profitiert in vielen Bereichen, so auch dem Tourismus, nachhaltig von dieser Finanzentscheidung.“

Information der Staatsregierung: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/217473

Hinter schwedischen Gardinen

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Heute war ich mit meinen lieben Kollegen Juliane Pfeil-Zabel und Harald Baumann-Hasske auf Stippvisite in der JVA Chemnitz. Baulich hat sich in den letzten Jahren schon vieles verändert. Die neue Torwache ist entstanden, eine neue Fläche für Familien ist entstanden, auf der Kinder, die zu Besuch bekommen, spielen können. Der Offene Vollzug wird bald eröffnet. Und dennoch: das Gefängnis bleibt ein Ort, in den man nicht will und den jede Insassin wohl schnell wieder verlassen möchte.

Dass dieser Übergang, von der Gefangenschaft in die Freiheit, nicht immer gut vorbereitet ist, habe ich heute von der Interessenvertretung der Gefangenen gehört. Sie wünschen sich, auf das Leben vor der Mauer besser vorbereitet zu werden. Es gehe schließlich auch um Rückfallgefahr, um Resozialisierung, um eine faire zweite Chance. Ein eindrücklicher Besuch, an dessen Ende für mich steht: die Investition in Beton ist schön und gut, aber an den Menschen dürfen wir deswegen nicht sparen. Wenn das Justizpersonal auf dem Zahnfleisch geht, dann leidet die Sicherheit, dann leidet die Betreuung und dann leidet auch der erzieherische Aspekt der Strafe. Hier müssen wir tätig werden.

Was den Kindern schmeckt

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Heute war ich mal wieder im Mehrgenerationenhaus Kappel zu Gast, um eine Ehrenamtlerin zu treffen: Frau Ute Träger pflegt die Pflanzen im und am Haus und leitet darüber hinaus den Kochkurs „Topf und Tiegel“ für Kinder.

Bei Frau Träger kommt auf den Teller, was den Kindern schmeckt. Denn obwohl gesunde Ernährung immer mit ganz oben auf der Speisekarte steht, können die Kids sich auch ihre Lieblingsessen wünschen. Gemeinsam wird dann geschnibbelt, gebraten und gewürzt – eben alles, was zum Kochen so dazugehört. Sich gemeinsam ausprobieren und natürlich am Ende auch probieren – so vermittelt Ute Träger Spaß am Kochen. Meinen Appetit hat sie jedenfalls geweckt.

Ein Hoch auf gute Nachbarschaft!

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Meine Danke-Aktion für Ehrenamtler führte mich diese Woche zu Christa und Leopold Groß. Beide sind Ehrenamtler mit Herz und Leidenschaft. Seit vielen Jahren kümmern sie sich um ihre Nachbarin und erledigen für die Seniorin unter anderem die Einkäufe. Doch damit nicht genug: Das Ehepaar Groß engagiert sich darüber hinaus noch ehrenamtlich im Industriemuseum. Für mich also doppelter Grund, Christa und Leopold Groß, danke zu sagen.

Bei meinem Besuch unterhielten wir uns über ihre Arbeit im Industriemuseum, der Restaurierung von historischen Näh- und Stickmaschinen und wie sie mit viel Engagement die oft 100jährigen Gerätschaften den Besuchern, beispielsweise bei der alljährlich stattfindenden Museumsnacht, vorführen. „Wir helfen gern, so kommt wenigstens keine Langeweile auf“, sagt Leopold Groß. „Aber gerade fürs Industriemuseum wäre uns wichtig, dass auch jüngere Leute sich ehrenamtlich engagieren und quasi nachrücken. Denn wenn wir Älteren aufhören, dann weiß niemand mehr, wie die Maschinen funktionieren oder repariert werden können. Das Wissen darüber muss weitergereicht werden.“

Wer sich engagieren möchte, kann sich natürlich direkt bei den Museen, bei sozialen Einrichtungen und Vereinen melden. Wer hingegen noch auf der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner ist, kann sich jederzeit an mein Büro wenden. Per Telefon unter 0371-2724 3770 oder per Email an kontakt@joerg-vieweg.de

Neuer Standort für den Kummerkasten

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Im Alltag ärgert man sich manchmal. Über volle Mülleimer, kaputte Bänke, über Dreck und anderes mehr. Meistens ist dann nicht der richtige Ansprechpartner parat, um Anregungen aufzunehmen und Fragen zu beantworten. Dafür habe ich meinen „Kummerkasten“. Der rote Briefkasten wandert im Wahlkreis von einem Ort zum nächsten, damit die Anliegen von überall her den Weg in mein Bürgerbüro finden.

Heute habe ich den Kummerkasten an Jan Schulze vom Bürgertreff bei Heckerts übergeben, wo er bis Ende April mit allerlei Anmerkungen und Wünschen befüllt werden kann. Der Bürgertreff auf Wilhelm-Firl-Straße 23 ist ein Ort, wo sich ganz verschiedene Menschen mit ganz verschiedenen Interessen treffen können. Nachdem ich diese Woche schon die Wohngruppe der Volkssolidarität dort besucht hatte, habe ich mir heute nochmal genau erklären lassen, wie es derzeit in der „BiM“, wie der Treff genannt wird, so aussieht. Es ist viel los: Verschiedene Kurse finden in den Räumen statt, es wird gebastelt, es gibt ein Lesecafé einen Filmclub und und und… Das ist für jeden etwas dabei.

Alle Angebote und Öffnungszeiten finden Sie unter: http://www.bürgertreff-beiheckerts.de/

Chemnitzer Ideen für Sozialen Wohnungsbau

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Zu den wohnungspolitischen Zielen der SPD gehört eine soziale Stadt mit lebenswerten Quartieren und bezahlbaren Wohnraum. Doch wie sieht es damit aktuell in Chemnitz aus? Darüber habe ich gestern Abend bei der zweiten Veranstaltung der Reihe „Chemnitzer Ideen für sozialen Wohnungsbau“ diskutiert. Mit dabei waren nicht nur Kollegen aus der SPD-Fraktion, Vertreter der Wohnungsgenossenschaft „Einheit“, Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz-Helbersdorf und der Grundstücks- und Gebäudewirtschaft sondern auch viele interessierte Chemnitzerinnen und Chemnitzer.

Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wie lassen sich Investitionen in den sozialen Wohnungsbau festigen? Welche Richtlinien und Hindernisse sind bei einer energetischen Sanierung zu beachten? Wie kann der familien- und altersgerechte Umbau von Häusern und Wohnungen verlässlich unterstützet und begleitet werden?

Im Verlaufe der Gesprächsrunde wurden Probleme erörtert. Für mich waren die Hinweise wichtig, wie diese Themen durch die Politik begleitet werden können und sollten. Wohnen ist ein soziales Gut. Es ist für die Lebensqualität und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen von elementarer Bedeutung. Ich bin froh, dass in Chemnitz alle Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen!