Wirtschaftsaustausch in Weißrussland

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Minsk
v.l.: mit Botschafter Peter Dettmar, Simone Lang (MdL) und Dr. Matthes Buhbe (FES)

Mit dem Parlamentarischen Forum Mittel- und Osteuropa war ich Ende Juni auf Austauschreise in Weißrussland, mit Stationen in Minsk und Vitebsk. Die Mitglieder des Forums sind Abgeordnete des Landtages, des Bundestages sowie Experten aus Wirtschaft und Verwaltung, die auf Eigeninitiative und auf eigene Kosten die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und den Ländern in Mittel-und Osteuropa pflegen und voranbringen wollen. Während unseres Aufenthalts traffen wir uns mit Vertretern weißrussischer Ministerien und der örtlichen Wirtschaft um uns über die weiteren Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auszutauschen.

Für viele Unternehmen in Sachsen und besonders im Kammerbezirk Chemnitz ist Weißrussland nach wie vor ein wichtiger Handelspartner der Arbeitsplätze sichert. Das Handelsvolumen sächsischer Unternehmen mit Partnern in der Republik Belorus hat sich aber zuletzt von knapp 120 Mio. Euro im Jahr 2010 auf etwa 50 Mio. im Jahr 2015 mehr als halbiert. Ursache dafür waren vor allem die Sanktionen, welche die EU im Jahr 2010 gegenüber Weißrussland verhängt hatte und im Februar ausgelaufen sind.

Gerade Sachsen und die Region Chemnitz verfügen über traditionell gute wirtschaftliche Beziehungen nach Osteuropa. Darum dürfen auch in schwierigen Zeiten die wirtschaftlichen und politischen Kontakte nicht abreißen. Nach der Aufhebung der Sanktionen war diese Reise Auftakt für weitere Gespräche.


Hintergrund: Deutschland ist mit einem Anteil von 4,4 Prozent der fünftwichtigste Handelspartner Weißrusslands. Der Warenaustausch mit Deutschland betrug im Jahr 2015 2,47 Mrd. USD, wobei sowohl die belarussischen Exporte nach Deutschland (-34,3%) als auch insbesondere die Importe aus Deutschland (-43,8%) stark eingebrochen sind. Bei den ausländischen Direktinvestitionen nimmt die Bundesrepublik den vierten Platz ein.  Derzeit sind etwa 350 deutsche Unternehmen in Weißrussland aktiv, 80 davon mit eigenen Repräsentanzen.  Vor dem Hintergrund der konstruktiven Rolle Weißrusslands bei der Lösung des Ukraine-Konfliktes und nach dem repressionsfreien Verlauf der Präsidentschaftswahlen im Oktober 2015 setzt die EU auf einen schrittweisen Neubeginn in den Beziehungen zu Belarus. So wurden die Sanktionen gegen Belarus zunächst ab dem 1. November 2015 um vier Monate suspendiert und schließlich Ende Februar 2016 weitgehend aufgehoben. (Quelle: OSZE, Auswärtiges Amt)

Chemnitz erhält 536.800 Euro für Arbeitsmarktmentoren

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arbeitsmarktmentorenSPD fördert Integration in den Arbeitsmarkt

Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) fördert die Integration von geflüchteten Menschen in den sächsischen Arbeitsmarkt. Das zuständige Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr veröffentlichte einen Projektaufruf, in dessen Mittelpunkt sogenannte „Arbeitsmarktmentoren“ stehen. Das sind Personen, die einerseits Geflüchtete auf der Suche nach einer Ausbildung oder einem Job begleiten und andererseits Arbeitgeber unterstützen, die händeringend nach Fachkräften suchen.

Insgesamt werden sachsenweit 13 Projekte gefördert. Ich begrüße die Entscheidung des Ministers, denn damit entsteht in Kürze auch in Chemnitz eine solche Anlaufstelle. Die Vermittler helfen ganz praktisch bei der Arbeitsmarktintegration in unserer Region.

In ganz Sachsen werden derzeit ca. 60 Mentoren gesucht. Jeder Einzelne soll bis zu 15 Geflüchtete betreuen. In Chemnitz stehen bis 2019 dafür 536.800 Euro zur Verfügung.

Wir wollen, dass Integration erfolgreich ist. Ausbildung und Beschäftigung sind dafür enorm wichtig. Um den Geflüchteten eine Perspektive zu geben, müssen zügig Jobs oder Ausbildungsplätze angeboten werden. Der Arbeitsalltag kann Vorurteile ab- und Vertrauen aufbauen. Das nun gestartete Arbeitsmarktmentoren-Projekt ist dafür ein wichtiger Schritt – auch aufgrund des zunehmenden Fachkräftebedarfes und der demografischen Entwicklung.

Hintergrund:

Projektanträge können bis zum 15. Juli 2016 bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) eingereicht werden (www.sab.sachsen.de/arbeitsmarktmentoren).

Mentoren stehen den Geflüchteten auf dem gesamten Weg der Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarktintegration beratend zur Seite. Auch Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe werden mit Rat und Tat unterstützt, um eine möglichst reibungslose Eingliederung der neuen Mitarbeiter oder Azubis zu gewährleisten. Das Programm wurde in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, den Kammern, Sozialpartnern und kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet. Es ist auf drei Jahre angelegt, mit rund 1.000 Teilnehmerplätzen. Vorgesehen ist, möglichst in jedem Landkreis bzw. jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Projekt mit jeweils mehreren Mentoren zu etablieren. Dafür stehen rund 9,5 Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verfügung. Antragsteller können Landkreise, Städte und Gemeinden sowie weitere Träger sein, die die Maßnahmen im Freistaat Sachsen durchführen. Es werden keine Doppelstrukturen geschaffen, ein vergleichbares Bundesprogramm existiert nicht.

Informationen zum Förderprogramm/Projektaufruf auf den Seiten der SAB HIER
Übersicht des Förderprogramms/Faktenblatt HIER
Medieninformation des Arbeitsministeriums HIER

Elke-Fischer-Net(z) – das Unternehmernetzwerk mit Herz

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2016-04-28-5 Jahre Fischer NetzeJubiläumsveranstaltung Elke Fischer Netzwerk

Bereits am 28. April diesen Jahres feierte Elke Fischer das fünf jährige Bestehen Ihres Unternehmernetzwerkes für die Region Chemnitz, Osterzgebirge und Mittelsachsen. Damit führt sie seit vielen Jahren vor allem KleinunternehmerInnen, (Solo-)selbstständige und ExistenzgründerInnen zusammen.

Bemerkenswert ist, dass sich im Netzwerk besonders viele selbstständige Frauen regelmäßig zum Austausch treffen. Elke Fischer macht mit Ihrem Engagement gerade das Bild der Unternehmerin in der Wirtschaft sichtbar.

Für mich auch ein Grund, Ihr für die Arbeit der letzten fünf Jahre zu danken und ganz herzlich zum Jubiläum zu gratulieren.

Chemnitz erhält 2016 312.000 Euro zur Fachkräftesicherung

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Fachkraefteallianz-06d5b182Damit werden Maßnahmen zur Fachkräftesicherung mit bis zu 90 Prozent gefördert. Künftig wird ein jährliches Regionalbudget bis zum Jahr 2020 zur Verfügung gestellt, mit dem Chemnitz Fördermaßnahmen beantragen kann. Für 2016 stehen für den gesamten Freistaat rund 4,3 Millionen Euro bereit.

Ich begrüße die Entscheidung unseres Arbeitsministers Martin Dulig. Wir haben die Fachkräfteallianz im Koalitionsvertrag durchgesetzt. Jetzt ist das Geld für mindestens fünf Jahre da und hier vor Ort können gezielte Maßnahmen zur Sicherung von Fachkräften umgesetzt werden. Ich habe mich beim Arbeitsminister dafür stark gemacht, dass die Mittel direkt in die Regionen fließen, schließlich weiß man hier am besten, wie das Geld zielgerichtet eingesetzt werden kann.
Außerdem sind die Förderbereiche breit gefasst, um einen großen Handlungsspielraum zu ermöglichen:
Fördergegenstände im Rahmen der Regionalbudgets sind u. a. die Information und Sensibilisierung von Unternehmen, die Stärkung von Unternehmens- und Branchenverbünden, die Einrichtung von Fachkräftepools, die stärkere Kooperation von Hochschulen und Wirtschaft, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie regionale Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit.

Die sächsische Wirtschaft wächst, Unternehmen expandieren – doch schon heute suchen einzelne Branchen dringend Fachkräfte. Die Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen und in Chemnitz zu halten.

Hintergrund:
Dem sächsischen Arbeitsmarkt werden allein bis 2025 ca. 465.000 Erwerbstätige nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Förderung aus der Fachkräfterichtlinie setzt dieser Entwicklung etwas entgegen. Bis 2020 sind rund 40 Millionen Euro beantragt, davon ca. 22 Millionen Euro für die regionale Förderung, rund 9 Millionen Euro für sachsenweite Vorhaben und rund 9,5 Millionen Euro fließen in das Programm „Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete“. Mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) wurde ein einfaches und schlankes Förderverfahren abgestimmt. Am 29. April 2016 tritt die Richtlinie in Kraft. Dann können Anträge bei der SAB gestellt werden.

Landespolitik und Wirtschaft im Gespräch

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Ein wirklich spannender Vormittag, beim parlamentarischen Frühschoppen der IHK-Chemnitz. 2014 haben die ChemnitzerInnen neun Abgeordnete ins Landesparlament gewählt.

Für mich ist das eine große Chance mehr für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu tun. Dieses Ziel eint uns. Dafür wünsche ich mir mehr Miteinander und das wir diesen wichtigen Dialog fortsetzen.

So geht Technologie- und Wirtschaftsförderung in Chemnitz!

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mit v.l.: Dr. Jenz Otto (TCC), Dr. Simone Raatz (MdB), Dr. Basel Fardi (INTENTA)

Gemeinsam mit Dr. Simone Raatz (MdB) habe ich das Technologiezentrum Chemnitz besucht. Seit 25 Jahren bietet das TCC-Chemnitz Jungunternehmen und Existenzgründern bestmögliche Startbedigungen für ihren erfolgreichen Eintritt in den Markt.

Die Firma INTENTA zeigt wie es gehen kann. Aus der TU-Chemnitz gegründet, hatte das Team um Dr. Basel Fardi genug Zeit um im TCC zu wachsen. Im nächsten Jahr wird der eigene Firmensitz an der Zwickauer-Straße bezogen. (früherer Werkzeugmachienenfabrik UNION)