Nur gemeinsam haben wir die Power…

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

Nachbericht zur Filmvorführung „Power to Change – Die Energierebellion“ im Chemnitzer Weltecho

Jörg Vieweg im Gespräch mit dem Regisseur des Films Carl-A. Fechner
Jörg Vieweg im Gespräch mit dem Regisseur des Films Carl-A. Fechner

Nur gemeinsam haben wir die Power…
das war auch die Botschaft des Filmes „Power to Change“, welcher gestern im Chemnitzer Weltecho gezeigt wurde. Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung waren rund 40 Gäste gekommen, um den Film über das Jahrhundertprojekt Energiewende zu sehen. Power to Change zeigt den Aufbruch in eine Zukunft, die ohne fossile und atomare Energieträger auskommt. Im Anschluss an die Filmvorführung sprach ich mit Regisseur Carl A. Fechner, darüber, was jeder Einzelne zum Gelingen der Energiewende beitragen kann und was in Sachsen politisch bewegt wird und noch bewegt werden muss, um die Energierevolution zu einer Erfolgsgeschichte zu machen. Die Resonanz der Besucher war durchgängig positiv. Dabei gilt es bei der Energiewende nicht nur auf Wind, Biogas, Wasser zu setzen. Klar ist: Strom sparen können wir alle. Kohle und Atomkraft müssen ersetzt werden, der Verkehr und die Wärmeerzeugung müssen nachlegen, die Speichertechnik ist dringend zu forcieren.

Bezogen auf Chemnitz gab es zudem die Frage, auf welche Anreize die städtischen Verkehrsbetriebe setzen, um zukünftig mehr Chemnitzer dazu zu bewegen, auf das geliebte Auto bei einem Besuch in der City zu verzichten und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Denn klar ist, dass die Energiewende im Verkehr nur mit einer wesentlichen Stärkung des Nahverkehrs zu schaffen ist. In der Diskussion verwies der Pressesprecher der CVAG Stefan Tschöck dabei auf eine notwendige funktionierende Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsbetrieben und der Kommunalpolitik.
Am Ende machte ich noch einma deutlich, dass in der aktuellen Situation für Sachsen der Koalitionsvertrag gilt und das Energie- und Klimaprogramm Sachsen weiterentwickelt wird. Die Energiewende liegt somit auch in den Händen der Wählerinnen und Wähler.

SPD stärkt Schulsozialarbeit im Freistaat

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

SchulsozialarbeitNeues Landesprogramm fördert Schulsozialarbeit in Chemnitz zusätzlich mit 452.536,20 Euro im kommenden Schulhalbjahr

Ab dem Schuljahr 2017/2018 kann die Schulsozialarbeit in Chemnitz weiter ausgebaut und verstetigt werden. Über das neue Landesprogramm Schulsozialarbeit werden mit dem Schuljahresbeginn im August 2017 landesweit 8,5 Millionen Euro und 2018 dann 15 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung gestellt. Davon fließen in diesem Jahr 452.536,20 Euro nach Chemnitz.

Der Chemnitzer Stadtrat beschloss bereits in seiner Sitzung vom 15. Juni 2016 das „Konzept Schulsozialarbeit – Fachliche Kriterien zur Etablierung von Schulsozialarbeit an allen allgemeinbildenden Chemnitzer Schulen. Damit kann die Schulsozialarbeit mittel- und langfristig ausgebaut und etabliert werden.

Schulsozialarbeit kann an unseren Schulen dabei helfen, Schüler bei Problemen zu unterstützen, aber auch besondere Talente zu fördern. Die schon existierenden Angebote der Stadt zeigen, wie Schulsozialarbeiter zum Lernerfolg beitragen und das Schulklima verbessern können. Damit erfüllen wir eine langjährige Forderung, die von Eltern, Schülern und Lehrern gleichermaßen an uns herangetragen wurde.

Zum Schuljahresbeginn 2018/2019 wird die Koalition dann einen weiteren Schritt beim Ausbau der Schulsozialarbeit machen. Im neuen Schulgesetz, das im April im Sächsischen Landtag beschlossen werden soll, ist vorgesehen, dass über das Landesprogramm Schulsozialarbeit hinaus an allen Oberschulen ein Schulsozialarbeiter eingestellt wird.

Das neue Landesprogramm Schulsozialarbeit ermöglicht es, alle bereits vorhandenen Projekte der Schulsozialarbeit in Chemnitz zu erhalten und neue Angebote zu schaffen. Ich freue mich über diesen Erfolg. Hier hat sich der Einsatz der vergangenen Jahre gelohnt. Seit 2011 hat die SPD-Landtagsfraktion für ein solches Landesprogramm gekämpft. Uns war wichtig, dass das neue Programm nicht zu Lasten anderer Fachförderprogramme im Kinder- und Jugendbereich geht. Das ist uns gelungen.

Hintergrund:

Schulsozialarbeit ist ein Angebot des Kinder- und Jugendhilfe. Kinder- und Jugendhilfe ist Aufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte. Mit dem Landesprogramm Schulsozialarbeit unterstützt das Land die Landkreise und kreisfreien Städte bei der Einrichtung von Projekten der Schulsozialarbeit mit einem Fördersatz von bis zu 80 Prozent. Die Schulsozialarbeit an Oberschulen wird aufgrund der gesetzlichen Verankerung mit einem Fördersatz von 100 Prozent vollständig vom Freistaat finanziert.

 

Steuermehreinnahmen für sinnvolle Entlastungen nutzen

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

handwerk-670x450
+++ Abschreibungsgrenze an Realität anpassen +++ Bürokratie abbauen +++

Staatsminister Martin Dulig hat vorgeschlagen, die Steuermehreinnahmen zur Entlastung des Mittelstandes zu nutzen
(https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/209231).
Ich finde: Gute Idee.

Konkret geht es darum, die Abschreibungsgrenze für so genannte geringwertige Wirtschaftsgüter von 410 auf 800 Euro zu erhöhen. Das lässt sich zügig und unkompliziert umsetzen und entlastet insbesondere kleine Mittelständler und Handwerksbetriebe – nicht nur finanziell sondern auch bürokratisch.

Außerdem würde mit dieser Anhebung eine Anpassung an die Realität erfolgen.

Beispielsweise ist es mittlerweile lebensfremd, Smartphones, Tablets oder Laptops über viele Jahre abschreiben zu müssen.

Planungsfehler und gravierende Baumängel beim Lärmschutz an der B174

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

Abweichnung LärmschutzB174_Teaserbild

Gemeinsam mit der Abgeordnetenkollegin Ines Saborowski-Richter (CDU) hatten ich für Ende Januar die Chefs des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr und den Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums eingeladen, um endlich Klarheit beim Lärmschutz entlang der B 174 im Chemnitzer-Stadtteil Kleinolbersdorf Altenhain zu erhalten.

Seit der Neuverlegung der B174 zwischen Chemnitz und Gornau kämpfen die Anwohner des Ortsteils gegen Lärmbelästigungen durch die Bundesstraße. Die Bürgerinitiative kritisiert seither den offensichtlich unzureichenden und teilweise fehlenden Lärmschutz entlang der Ortslage. Zuletzt konnte auch mit Unterstützung von Stadt- und Landespolitikern die Einleitung eines Planänderungsverfahrens erreicht werden. Außerdem wurde eine Dauerzählstelle errichtet. Die Bürgerinitiative hatte sich außerdem mit einer Massenpetition an den Sächsischen Landtag gewandt.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Überprüfung des Lärmschutzes wurde von den Chefplanern des Landesamtes zuerst für den Herbst 2016 angekündigt aber danach immer wieder verschoben. Bei dem von den Abgeordneten organisierten Treffen, wurden jetzt die Ergebnisse vorgestellt. Damit herrscht nun Klarheit. Leider haben sich unsere Befürchtungen bestätigt.

2017-02-02-PHOTO-00000371
Jörg Vieweg und seine Kollegin Ines Sborowski-Richter beim Gespräch mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr

Die Landesstraßenbaubehörde musste erhebliche Mängel in der Bauausführung des Lärmschutzes einräumen. Demnach wurde dieser entlang der Ortslage nicht so wie geplant und gesetzlich erforderlich errichtet. Die baulichen Abweichungen sind so erheblich, dass dadurch die Lärmbelastungen für die Anwohner deutlich über den vorgeschriebenen Grenzwerten liegen. An manchen Stellen wurde die Lärmschutzmauer einen halben Meter zu niedrig ausgeführt. In anderen Bereich fehlt sie gänzlich, so dass sich der Schall hier ungehindert ausbreiten kann.

Im Ergebnis dieser Überprüfung musste die zuständige Straßenbaubehörde nun einräumen, dass in Folge der ungenügenden Bauleistungen, Lärmschutz in erheblichem Ausmaß nachgerüstet werden muss.

Ein ähnlicher Fall ist in diesem Umfang in Sachsen bisher nicht bekannt. Er zeigt, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Es lohnt sich, Behördenhandeln zu hinterfragen und im Zweifel auch überprüfen zu lassen.

Das wir jetzt endlich Klarheit über die tatsächlichen Baumängel in der Lärmschutz-Ausführung haben, ist besonders dem unermüdlichen und ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinitiative zu verdanken.

Ab März sind nun die Anwohner gefragt ihre Einwände im Rahmen des Planänderungsverfahrens einzubringen. Wir werden diesen Prozess weiter aktiv begleiten, um am Ende eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.

2017-02-02-PHOTO-00000370
Klaus Kräher, Bürgerinitiative Lärmschutz B174 e.V., äußerte sich zu den deutlichen Überschreitungen der Grenzwerte

Jörg Vieweg kritisiert Informationspolitik der Sparkasse Chemnitz

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

Sparkasse_Hutholz

Schließung der Sparkassenfiliale in Hutholz

+++ Chemnitz Fernsehen: Sparkassen-Filiale im Stadtteil Hutholz soll weichen +++

2016-Joerg-Schreibtisch_webSeit Tagen erreichen mich in meinem Bürgerbüro Briefe und Beschwerden von Bewohnern des Stadtgebietes Chemnitz Hutholz. Die Anwohner hätten, ein Schreiben von der Sparkasse Chemnitz mit unverständlichem Inhalt erhalten. Den Sparkassenkunden wurde mit der Überschrift „Ich ziehe um“ schlicht mitgeteilt, dass die zuständige Ansprechpartnerin nun in der Sparkasse im Vita-Center zu finden ist. Andere wurden gar nicht informiert. Ich wundere mich sehr über die Informationspolitik der Sparkasse. Auch als Sprecher des Bürgernetzwerks Chemnitz-Süd bin ich um Bürgerbeteiligung im Wohngebiet bemüht. Die Sparkasse Chemnitz scheint an Beteiligung und Transparenter Information aber nicht interessiert zu sein.

Bereits am 23.01. hat die Mitarbeiterin meines Bürgerbüros der Sparkasse Chemnitz eine Mail geschickt, mit der Bitte um eine Stellungnahme. Seither hat sich leider noch niemand bei uns gemeldet. Auch nach erneuter telefonischer Anfrage am 1. Februar und einer Gesprächsanfrage seitens des Bürgernetzwerkes Chemnitz-Süd gibt es bisher immer noch keine Antwort.

Ich verstehe nicht, warum gerade eine Sparkassenfiliale schließen soll, welche einen barrierefreien Zugang hat. Der Stadtteil wächst, auch die ÖPNV Anbindung ist optimal und in der Stadt gibt es mit den Filialen Brückenstraße, Moritzhof und Düsseldorfer Platz gleich drei Filialen in kurzer Entfernung. Die Bürger sind zurecht verärgert. Erst die Erhöhung der Kontoführungsgebühren, immer weniger Service und jetzt die Schließung der ganzen Filiale.

Solidarität mit Ostdeutschland erhalten

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0
Jörg Vieweg mit seinen sächsischen Kollegen Thomas Baum und Iris Raether-Lordieck
Jörg Vieweg mit seinen sächsischen Kollegen Thomas Baum und Iris Raether-Lordieck im Landtag von Nordrhein-Westfalen

 

Jörg Vieweg auf der Tagung der wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der SPD-Bundestags- und der SPD-Landtagsfraktionen in Düsseldorf

Gemeinsam mit meiner Kollegin Iris Raether-Lordieck und meinem Kollegen Thomas Baum nahm ich vom 9. bis zum 11. Januar an der Tagung der wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der SPD-Bundestags- und der SPD-Landtagsfraktionen in Düsseldorf teil. Hier haben wir als sächsische Vertreter noch einmal unsere Forderungen nach einem solidarischen Umgang mit den ostdeutschen Bundesländern bekräftigt.

Wegen der unterschiedlich hohen Entgelte driften die Strompreise zwischen Ost und West weiter auseinander. Grund dafür ist insbesondere der rasche Ausbau von erneuerbaren Energien im Osten, die den Bau vieler neuer Leitungen notwendig machen. Die Folge ist, dass die Netzentgelte in Sachsen fast doppelt so hoch sind wie etwa in Rheinland-Pfalz. Deshalb brauchen wir eine bundesweite Vereinheitlichung der Netzentgelte, denn von den Erneuerbaren Energien profitiert schließlich auch die gesamte Republik.

2017-01-11-photo-00000340

An der Konferenz in Düsseldorf nahm auch Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel teil. Ihm habe ich noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig ein solidarischer Umgang mit den ostdeutschen Bundesländern sowie eine bundesweite Vereinheitlichung der Netzentgelte ist. Ich bin mir sicher, dass diese Botschaft auch angekommen ist.

Darüber hinaus machten Thomas Baum und ich noch einmal deutlich, dass der notwendige Strukturwandel in den ostdeutschen Braunkohleregionen nicht ohne finanzielle Unterstützung des Bundes gelingen kann. Als energiepolitischer Sprecher meiner Fraktion weiß ich um die Notwendigkeit eines Strukturwandels hin zu 100 Prozent Erneuerbarer Energien. So wie Klimaschutz und Energiewende ist auch die Strukturentwicklung in der Lausitz und im mitteldeutschen Revier eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Um den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu schaffen und diesen auch sozialverträglich zu gestalten, bedarf es vor allem der Unterstützung des Bundes.

Unsere industriepolitische Sprecherin Iris Raether-Lordieck bekräftige zudem, das hierfür in den ostdeutschen Braunkohlerevieren neue industriepolitische Strukturen entwickelt werden müssen. Dazu brauchen wir einen Dialog mit den beteiligten Akteuren aus der Wirtschaft, den Regionen und den Gewerkschaften.

2017-01-11-photo-00000345
Die wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der SPD-Bundestags- und der SPD-Landtagsfraktionen mit Siegmar Gabriel.

Neue Energie für Sachsen – Fachforum im Sächsischen Landtag

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

teaser-2

img_3199
Das Podium v.l.: Philipp Wille (VSB Neue Energien), Jörg Vieweg, Tommy Jehmlich (Moderator), Dr. Nina Scheer (Energieexpertin der SPD-Bundestagsfraktion) und Dr. Jana Bovet (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig)

 

Auf Einladung der SPD-Landtagsfraktion wurde am 17.11.2016 über die Energiewende diskutiert. Thema des Fachforums: „Neue Energie für Sachsen – Wie Kommunen von der Energiewende profitieren können“. Etwa 70 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Sachsen waren gekommen. Zu Gast waren unter anderen Dr. Nina Scheer, Energie-Expertin der SPD-Bundestagsfraktion, Stefan Brangs, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dr. Jana Bovet vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig und Philipp Wille von der VSB Neue Energien Deutschland GmbH. „Die Energiewende wird vor Ort entschieden“, so Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs. „Die Entscheidungen die jetzt getroffen werden, sind für die nachkommenden Generationen bindend. Deshalb ist Dialog zu diesem Thema so wichtig.“ In seinem Grußwort betonte Stefan Brangs weiter, dass die in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen lebende Bevölkerung mitgenommen werden müsse. Der Skepsis der Bevölkerung könne nur entgegengewirkt werden, wenn wir den Menschen eine Alternative vorschlagen könnten.

Stefan Brangs, Staatssekretär im Sächsischen Statsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Stefan Brangs, Staatssekretär im Sächsischen Statsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

 

Anschließend begrüßte Jörg Vieweg die Gäste. Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion betonte in seiner Rede vor allem die Chancen für Kommunen bei einer verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien auf der einen und für neue Arbeitsplätze im Bereich regenerative Energien auf der anderen Seite. „Das bedeutet weiterer Ausbau Erneuerbarer Energieanlagen, mehr Anstrengungen bei Energieeinsparung und Effizienz, sowie verstärkte Nutzung von E-Mobilität. Dies ist eine klimapolitische Notwendigkeit“, so Jörg Vieweg. Der energiepolitische Sprecher verwies dabei darauf, dass bereits im November 2015 im Sächsischen Landtag einen Antrag zur Stärkung der Energieforschung diskutiert und beschlossen wurde. „Damit kann das Ministerium nun den von uns gewünschten „Masterplan Energieforschung und Speichertechnologie“ auf den Weg bringen und die entsprechenden sächsischen Forschungen in diesem Bereich bündeln und stärken.“ Zur Unterstützung sollen mit dem nächsten Doppelhaushalt 2017/2018 die Ausgaben für das Programm „innovative dezentrale Stromerzeugung und -speicherung“ von 3 Millionen auf 7 Millionen erhöht werden. Letztlich kann die Energiewende nur gelingen, wenn für die Erneuerbaren Energien eine breite Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung vorherrscht. „Und wie könnte eine solche Akzeptanz besser gewonnen werden, als die Bürgerinnen und Bürger direkt mit einzubinden. Dies kann durch ein transparentes Verfahren und einer Beteiligung bei der Ausweisung von Vorrang- und Eignungsflächen für die Windenergie der Fall sein.  Oder aber in Form einer direkten – finanziellen Beteiligung. Fakt ist aber auch, dass es in Sachsen keine 10-H-Regel geben wird“, so Jörg Vieweg in seiner Rede.

 

img_3108
Jörg Vieweg, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

 

img_3140
Dr. Nina Scheer, Energie-Expertin der SPD-Bundestagsfraktion

In Ihrem anschließenden Input Referat „Aktuelle Anforderungen der Energiewende“ betonte die Bundestagsabgeordnete Nina Scheer, dass die Energiefrage auch eine Gerechtigkeitsfrage ist. Nach wie vor zählt Deutschland mit einem Strom-Anteil aus Erneuerbaren Energien von inzwischen rund 35 % am Bruttostromverbrauch weltweit zu den Energiewende- Vorreiterländern. Mit den Rufen nach „Planbarkeit“ und „Bezahlbarkeit“ wurden jedoch mit der EEG-Novelle 2016 die Ausbauzahlen Erneuerbarer Energien erstmals wieder limitiert. Gleichzeitig hätten diese Begrifflichkeiten bei der Bevölkerung zunehmend für Verunsicherung gesorgt. Dabei gab Nina Scheer zu bedenken, dass die Einführung einer Obergrenze auch der Verlust regionaler Arbeitsplätze bedeutet. Einen durchaus guten Ansatz bietet für Nina Scheer die Sektorenkopplung. Diese schafft die Voraussetzung dafür, jede Energie beziehungsweise jeden Energieträger wie Strom, Gas und Wärme zur richtigen Zeit am richtigen Ort einsetzen zu können. Wichtig sei jedoch, dass bei der Umsetzung des Strukturwandels niemand zurückbleiben darf.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion betonte Dr. Nina Bovet in Ihrem Eingangsstatement, dass die es im besonderen Maße wichtig ist, die Bürger über den Ausbau der Erneuerbaren Energien klar und verständlich zu informieren. Als ein gutes Beispiel für die Steigerung von Akzeptanz sieht Dr. Bovet in der Verabschiedung des Gesetzes über die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gemeinden an Windparks in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses sieht eine verbindliche Beteiligung der Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger in unmittelbarer Nachbarschaft zu Windenergieanlagen vor. Die Grundidee des Gesetzes ist die Verpflichtung von Projektträgern, für neue Windparks eine haftungsbeschränkte Gesellschaft zu gründen und Anteile von mindestens 20 Prozent dieser Gesellschaft den unmittelbaren Nachbarn zur Beteiligung anzubieten. Philipp Wille berichtete in seinem Eingangsstatement von der Arbeit der VSB Neue Energien und den Formen der direkten Beteiligungsmöglichkeit. Beispiel hierfür sei die erfolgreiche Umsetzung des Windparks Wölkisch.

In der anschließenden Diskussion wurde noch einmal Bezug auf das EEG 2016 genommen. Dabei betonte Nina Scheer noch einmal, dass die Ausbaubegrenzung im neuen EEG erhebliche Folgen für die Installationsbetriebe die im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind hat und somit die Arbeitsplätze gefährdet sind. Weiterhin betonte sie noch einmal welche Chancen die Systemkopplung bieten kann. Bei der Diskussion über konkrete Beteiligungsmöglichkeiten waren sich die Podiumsteilnehmer einig, dass die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien, seien diese erstmal vor Ort steige. Herr Philip Wille von der VSB, betonte, dass bei Ihrer Arbeit vor Ort durchaus eine Offenheit der Bevölkerung bei der Umsetzung von Windenergieprojekten festzustellen sei. Als weitere Beteiligungsmöglichkeiten nannte er Bürgersparbriefe, Mieterstrommodelle, der Nutzen von Ökostromprodukten bei den örtlichen Stadtwerken.

img_3225Ausblick:

Im Koalitionsvertrag haben sich CDU und SPD darauf geeinigt, den Anteil der Erneuerbaren Energien auch in Sachsen bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent zu steigern. Sachsen muss auch hier seine Verantwortung wahrnehmen und nun zügig sein Energie- und Klimaprogramm vor dem Hintergrund der Vereinbarungen in Paris und den im Koalitionsvertrag hinterlegten Zielen fortschreiben.

Die Kommunen sind bei der dafür notwendigen Energiewende ein wichtiger Vorreiter. Etliche Städte haben bereits eigene konkrete Pläne, andere Kommunen sind darüber noch im Gespräch. Die Zeit drängt, entscheidend ist die konkrete Umsetzung. Das hat auch die Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch gezeigt.

Der Ausbau und die Nutzung von Anlagen im Bereich Erneuerbarer Energien auf dem Gemeindegebiet bietet für Kommunen eine Vielzahl an Vorteilen. Wichtig ist jedoch, dass in allen Verfahren die Bürger von Beginn an transparent informiert werden, die Bevölkerung mitgenommen wird und so Vertrauen aufgebaut wird. Die SPD-Fraktion wird den Dialog und Erfahrungsaustausch fördern und begleiten.

Aus dem „Energie-und Klimaschutzprogramm“ muss ein „Klimaschutz- und Energieprogramm für Sachsen“ werden. Der Landesarbeitskreis Energie der SPD-Sachsen hat dazu ein erstes Positionspapier vorgelegt. Dies soll in den nächsten Monaten Grundlage für eine öffentliche Diskussion sein. Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen.

img_3077

Jörg Vieweg und Staatsminister Martin Dulig zu Besuch beim Unternehmen LINDNER Armaturen GmbH

Eingetragen bei: Aktuelle Meldungen | 0

111 Jahre Industrietradition am Standort Chemnitz Rabenstein

dsc_7549

v.l.: Falk Höhne, Kerstin Seidler, Jörg Vieweg, Sören Uhle

 

Gemeinsam mit Martin Dulig, dem Sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, besuchte Jörg Vieweg am 11.11. die Lindner Armaturen GmbH. Dabei handelte es sich um einen besonderen Anlass. Die Lindner Armaturen GmbH begeht in diesem Jahr ihr 111-jähriges Jubiläum. Das sind 111 Jahre Industrietradition am Standort Chemnitz Rabenstein. Die Firma Lindner ist heute ein Spezialist für Flex-Schläuche, Freiform-, Dreh- und Biegeteile in diversen Messinglegierungen und speziellen Kunststoffen sowie für Mineralwerkstoffprodukte. 30 Prozent der Produkte werden exportiert. Die Markterschließung, durch die Errichtung eigener Schlauchproduktionslinien im Sultanat Oman sowie in Russland sind hier zu nennen. Damit ist die Firma eines der global agierenden Unternehmen aus Chemnitz.

 

Aktuell beschäftig die Lindner Armaturen GmbH durchschnittlich 85 Mitarbeiter. „Ich freue mich, dass ein so traditionsreiches Unternehmen wie die Lindner Armaturen sich kontinuierlich weiterentwickeln konnte. Dabei haben sich die Inhaber der Firma stets allen Herausforderungen gestellt. Trotz vieler Rückschläge, wie die Enteignung und Verstaatlichung von 1950, kann die Firma LINDNER, dank des Engagements des Geschäftsführers Stefan Lindner auf 111 Jahre zurückblicken.“ Um einen historischen Bogen von den Anfangsjahren bis zu den aktuellen Produktionstechnologien- und Anlagen zu spannen, wurden die Besucher von den beiden Geschäftsführern Stefan Lindner und Falk Höhne durch das Haus geführt. Neben Martin Dulig und Jörg Vieweg nahm auch Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderung an dem Rundgang teil.

Jörg Vieweg beim Gespräch mit der Geschäftsführung der LINDNER GmbH; links Martin Dulig; rechts: Sören Uhle
Jörg Vieweg beim Gespräch mit der Geschäftsführung der LINDNER GmbH; links Martin Dulig; rechts: Sören Uhle

Im anschließenden Gespräch sprachen Martin Dulig und Jörg Vieweg gemeinsam mit Geschäftsführer Falk Höhne und Sören Uhle über Fragen zur Unternehmensentwicklung, Standortpolitik und lokalen Bauvorhaben zur Erweiterung des Unternehmens in Rabenstein. Danke an Martin Dulig für den Besuch und die weitere Unterstützung dieses traditionsreichen Chemnitzer Unternehmens.

 

1 2